Donnerstag, 17. Mai 2007

Spätzle selbstgemacht: Frisch geschabt ist halb geschlemmt

Wer noch nie Spätzle selbst gemacht hat, sollte sich ruhig mal daran versuchen. Denn es gibt kaum etwas, das so wunderbar als Beilage oder auch - in Form von Käsespätzle - als Hauptgericht schmeckt. Mit diesen Dingern, die es in Form gelber getrockneter Würmer im Nudelregal gibt, hat die frisch zubereitete schwäbische Spezialität wenig gemeinsam.

Für zwei reichliche Portionen nehme ich 250 Gramm Mehl, 2 bis 3 Eier, einen Teelöffel Salz und etwa 1/8 Liter Wasser. Die schwäbische Hausfrau verwendet gerne Sprudelwasser (Pssst! Geheimtipp!), weil das den Teig angeblich besonders locker macht. Jetzt braucht man noch einen muskulösen Arm, denn die Zutaten müssen mit einem Kochlöffel zu einem zähen Teig verarbeitet werden. Wenn die Masse Blasen schlägt, schön elastisch ist und keine Klümpchen mehr zu sehen sind, dann ist er richtig, dann noch 15 bis 30 Minuten ruhen lassen. Für die Schabemethode, die ich immer anwende, sollte der Teig ruhig etwas flüssiger (nicht wässrig) - sein. Dann bekommt man ihn leichter vom Brett ins Wasser.


Also: Brett mit kaltem Wasser anfeuchten und möglichst gleichmäßige Teigwürstchen mit Schwung ins sprudelnd kochende Salzwasser schaben. Ich nehme immer ein großes Kochmesser (wer hat schon einen Spätzleschaber), das ich immer wieder ins Kochwasser tauche. Dann bleibt nicht so viel Teig dran kleben. Die Spätzle sind sehr schnell gar, bei größeren Mengen fische ich die fertigen Nudeln mit einem Schaumlöffel ab, damit sie nicht verkochen und lasse sie in einem Sieb abtropfen. Schmecken herrlich zu Gulasch, im Linseneintopf oder als Käsespatzen in heißer Butter, Emmentaler und Pfeffer geschwenkt, dazu sind Röstzwiebeln die richtige Wahl.

Kommentare:

herby hat gesagt…

Als Schwabe gibt es dem nicht mehr viel hinzufügen, Spätzle sind einfach Spitze.
Ich verwende aber immer Vollkornmehl und gebe gern auch noch Dinkel oder Roggen zum Weizen.
Ähnlich wie Kässpätzle oder auch als weitere Zutat verwende ich noch grob geraspelten Hokkaido-Kürbis

Wasabi hat gesagt…

Die Sache mit dem Kürbis finde ich sehr interessant. Du gibst also geraspelten Kürbis in den Teig oder vermischst die fertigen Spätzle mit Kürbisraspeln? Das probiere ich aus, wenn es wieder Kürbis gibt. Da könnte man ja statt Emmentaler vielleicht Bergkäse und statt Butter Kürbiskernöl nehmen.

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.