Sonntag, 21. November 2010

Warum wir ein bisschen mehr Wohlstand in Berlin brauchen

Ich mag den Wandel in Alt-Treptow, im Kiez rund um die Karl-Kunger-Straße. Manche schreien "Gentrifizierung!" und schmieren das Haus einer Baugruppe mit hasserfüllten Parolen zu. Andere, und dazu gehöre nicht nur ich, sehen die angenehmen Seiten: Weniger Menschen mit schweren Alkoholproblemen, die ihre gebrüllten Diskussionen um Mitternacht unter deinem Schlafzimmerfenster führen. Weniger Sofaruinen, Ekelmatrazen und Fernsehwracks auf den Baumscheiben. Kaum noch leere Lädchen, die vor sich hinrotten.
Wohl bekomm's. Die Freunde des Pfefferminzschnapses markieren ihr Revier im Kunger-Kiez. 
In den vergangenen drei Jahren kamen rund um die Karl-Kunger-Straße hinzu (ich zähle jetzt nur die Neuzugänge auf, die was mit Essen und Trinken zu tun haben, die Galerien, den T-Shirtdruck, die Klavier- und Fahrradwerkstatt, die Medienagentur, die Textildesignerinnen lasse ich mal außen vor):
  • das Café Provinz, mit Lesebühne, vegetarischem Mittagstisch, gutem Kaffee, Rollbergbier und WLan.
  • ein kleiner vietnamesischer Imbiss;
  • die Treptower Klause, die sich von einer verstaubten Kiezkneipe mit Pils und Bockwurst in ein herrliches kleines Restaurant mit wechselnder und anspruchsvoller Abendkarte verwandelt hat;
  • Karlas Gute Stube, das erst mit Fresken an der Wand als "Karla Trinkraum" gestartet war, aber inzwischen kein Essen mehr anbietet, dafür Spiele und Tatort;
  • die Vollkornbäckerei Hartwich (an der Elsenstraße) mit einem Sauerteigbrot, das meiner Meinung qualitativ und geschmacklich mit der Hofpfisterei mithalten kann. Aber eben in Berlin seine Backstube hat;
  • ein mittelmäßiger türkischer Bäcker in der Bouchéstraße, der sich leider nicht traut, im gar nicht mehr so urdeutschen Kungerkiez türkisches Weißbrot und Simit anzubieten;
  • ein LPG-Biosupermarkt mit Brot, Kaffeeausschank und Zeugs zum Vor-Ort-essen, wo ich aber noch nicht war (ebenfalls Bouchéstraße);
  • die Obstsammler von Mundraub (kein Obstladen, aber jung und hipp);
  • der Feinkostladen Il Sogno, eigentlich eher eine Espressobar, mit hervorragendem Kaffee und Gebäck, die auch allerhand italienischer Feinkost und Wein verkauft. Außerdem gibt es einen Mittagstisch.
Ganz klar: die Kaufkraft im Viertel ist gestiegen. Angelockt durch die günstigen Mieten und die schöne Lage zwischen Spree, Neukölln und Landwehrkanal sind neben Studis auch Leute mit ein bisschen Einkommen hergezogen. Menschen, die in ihrer Straße auch mal gut essen möchten und nicht nur im Supermarkt einkaufen  möchten oder müssen. Davon gibt es hier im Kiez auch noch drei Stück, auch die billigen Bäcker und die Spätverkäufe, den Schlachterimbiss und die schräge Eckkneipe mit billigem Bier. Für alle etwas. Die Kehrseite sind steigenden Mieten. Vorher waren sie niedrig, wer wollte schon in die öde Gegend. Das hat sich geändert, an den Bäumen hängen Zettel Wohnungssuchender, bei Neuvermietungen steigt der Preis. Manche befürchten die "Prenzlauerbergisierung" durch Baugruppen und Eigentumswohnungen. Ich bin mir nicht sicher, wo das Viertel am Ende stehen wird. Sicher bin ich mir nur, dass Mietwohnungen immer Spekulationsobjekte sind und  zum Geld verdienen gebaut wurden. Und so lange die Politik nicht ins Mieteigentum mit Gesetzen und Verordungen eingreift oder Sozialbauten fördert, werden Mieten mit der Nachfrage steigen.

Abwarten und Latte Macchiato trinken. Zeit für mich ein paar nette kulinarische Sachen  hier aus der Gegend - außer das unverändert grandiose Tapas 6 -  vorzustellen. Fortsetzung folgt.

Samstag, 20. November 2010

Die Karausche: Wie ich den Fisch des Jahres in Berlin-Lichtenberg fand

Dem Krankenhaus bin ich entflohen, fast ebenso lange habe ich nichts mehr geschrieben. Könnte eine echte Schreibblockade sein. Nicht, dass ich nichts mehr erleben würde oder mir die Lust am Fotografieren und Bloggen vergangen wäre. Ich nehme es mir ja jedesmal vor, wenn ich etwas Interessantes gekauft, gegessen, gesehen habe. Dann kommt der Moment, wo ich mich ins Blog einloggen will, die SD-Karte mit den Fotos steckt im Slot, ich seh' mir die Bilder an, bastele sie auf leckeressen-Format zurecht.  Und dann: nichts! Kein Drang, meine Erlebnisse in die Welt hinauszuposaunen. Aber niemand will hier existenzialistisches Gejammer lesen. Deshalb gibt es heute die Geschichte, wie ich nach Lichtenberg fuhr und mit einer Karausche, dem Fisch des Jahres 2010, zurück kam.

Der Fisch des Jahres 2010: die Karausche. Dieses prächtige Exemplar kann leider nichts mehr für 
den Bestand seiner Art tun.
Alles begann damit, dass ich mich bei einem Bekannten, einem bekennenden Lichtenberger, bitterlich über die schlechte Karpfenversorgung in dieser Stadt beklagte. Denn anscheinend bekommt man in Berlin leichter Austern aus Bouzigues  und Seewolf als einheimische Süßwasserfische. Prompt wurde mir der Intermarket Jubiljenyi in Lichtenberg für frisches Wassergetier aus der Umgebung empfohlen. Nun muss ich zugeben, dass es mich seltenst in den Stadtbezirk der Superlativen verschlägt, aber diese Aussicht machte mich mobil.
Keine Angst vor Sprachhürden. Alle russischen Produkte tragen auch deutsche Etiketten. 
Mit S-Bahn und Tram komme ich in der Gegend nördlich der Storkower Straße an. In dem grausigen Novemberwetter wirkt die Gegend geradezu verstörend unwirtlich. Ehemals sozialistische Wohntürme und Nachwendebrachialarchitektur säumen Ausfallstraßen, der Wind peitscht den Regen durch die Weiten zwischen den Häuserblocks. Dazwischen ein Einkaufszentrum in einem Komplex aus anthrazitfarbenem Granit. Ich bin am Ziel: die Leuchtreklame des Intermarket Jubiljenyi leuchtet bunt in dem Einerlei. Ich hatte einen Fischladen erwartet und bin in einem russischen Supermarkt gelandet. Schon das Ladenschild verzichtet auf lateinische Transkription, das kyrillische Alphabet dominiert die Etiketten der Fertigprodukte. In den Regalen: russische Wurst, russischer Wodka, russischer Käse, russisches Bier und sauer Eingewecktes jeglicher Art. Dazu Pelmeni, Piroggen und Blini aus der Tiefkühltruhe. Beim Frischgemüse fällt das vielfältige und günstige Angebot an Kohlsorten auf. Mein erster Kauf: Smetana. Russische saure Sahne mit 30 Prozent Fett.
Mein erster Einkauf im russischen Supermarkt:
Wodka, Saure Sahne, Baltika-Bier der Sorte Nr. 2
 und eine frische Karausche. 


Derber Charme an der Fischtheke

Dann stehe ich vor der Fischtheke und tatsächlich ziehen dort in einem Aquarium prächtige Spiegelkarpfen ihre Runden. In einem zweiten Becken warten andere Süßwasserfische, darunter ein Stör, auf das Ende in Kochtopf und Pfanne.

Doch es sind die Karauschen, deren Anblick mich spontan fesselt. Diese kleinen Karpfenfische habe ich bisher in keiner Fischtheke gesehen und hier sind gleich gut zwei Dutzend zu einem ordentlichen Berg aufgeschichtet. Preis: knapp drei Euro das Kilogramm! Offenbar nervt es die Verkäuferin, dass ich nun schon geschlagene 30 Sekunden ihre Ware anglotze. Mit Höflichkeiten hält sie sich erst gar nicht auf, als sie mit mit einem knappen "Ja?" und vorgeschobenen Kinn zum Kauf auffordert. Mein Lächeln bügelt sie mit einem unwilligen "Was wollen Sie?" ab. Alles klar, hier wird ver- und gekauft, ohne Brimbramborium und Gefühlsduselei. Freundlichkeit ist was für Weicheier.

Ich wähle eine Ein-Kilo-Karausche aus und frage unvorsichtiger Weise, ob sie das Tier - "bitte!" - ausnehmen könne. Ihr Blick lässt mich verstummen. Na gut, muss ich meinen Kauf wohl später selbst von seinen Innereien befreien. Doch anscheinend hat sie mir meinen anmaßenden Wunsch bereits verziehen. Denn als sie mir die Tüte über die Theke reicht, und ich mich bedanke, höre ich tatsächlich ein "Bittä schön. Auf Wiedersehen". Vielleicht will sie mich einfach nur loshaben.

Wodka satt

Noch ganz unter dem Eindruck meines Karauschenkaufes komme ich am Spirtousenregal vorbei und wähle aus geschätzten 20 Sorten Wodka einen halben Liter ukrainischen "Blagodatj" und eine Flasche Petersburger Baltika 2 in den Korb. Alles zusammen - Sahne, Frischfisch, Getränke - kostet nicht einmal elf Euro. Ein guter Preis.

Die - übrigens überaus frische - Karausche auszunehmen war nicht gerade ein Spaß, aber da muss man durch.Wenn die Leute ihren Fischstäbchengrundstoff regelmäßig selbst ausweiden müssten, würde erheblich weniger Fisch gegessen. Davon bin ich jetzt zutiefst überzeugt. Unser Fischchen bereiteten wir im Senfmantel zu. Obacht beim verlinkten Rezept! Statt fünf (!) Esslöffel Salz, was das Gericht natürlich ungenießbar machen würde, dürften die gleiche Menge Senf gemeint sein.  Dazu tranken wir ein Gläschen von dem vorzüglichen Wodka. Die leicht säuerliche Sahne passte übrigens hervorragend zu unseren selbstgemachten Blini. Sie ist sehr mild und schmelzend cremig auf der Zunge. Klasse. Meine nächste Karausche vom Intermarket werde ich übrigens filetieren, braten und dann sauer - wie Brathering - einlegen. Denn so gut der Fisch auch schmeckte, durch die vielen kleinen Gräten gestaltete sich die Mahlzeit etwas anstrengend. Vielleicht hole ich mir bei Jubiljenyi auch einen Karpfen. Ich hoffe nur, dass die Dame dann wenigstens das Schlachten übernimmt.


Intermarket Jubiljenyi
Möllendorfstraße 47-48
10367 Berlin-Lichtenberg
Öffnungszeiten Mo-Sa 9-20 Uhr


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Montag, 4. Oktober 2010

Krankenhaus-Verpflegung: Bonjour Tristesse!

Ihr werdet mir zustimmen: Es muss etwas faul sein, schweift man gedanklich in andere Sphären ab, während man sich einer Sache eigentlich zu 100 Prozent widmen sollte. Beispiel: Du sitzt das erste Mal mit der Verabredung an einem netten Ort, und während sie/er versucht, intensiveren Kontakt aufzunehmen, schweifen deine Gedanken ab. Zu früheren FreundInnen, zum ARD-Tatort, den du in diesem Moment eigentlich viel interessanter finden würdest, zum fiesen Brief der Hausverwaltung. Ganz klar - der unglückliche Datepartner hat bereits verloren, man sollte die Sache also schleunigst abbrechen. Geht ja auch.

Woran erkennt man, dass dies ein Sonntagsfrühstück ist? Genau: am Ei (rechts unten). Leider hart und fast kalt.

Mit dem Essen ist das ähnlich. Wer über Leckereien und Gaumenfreuden halluziniert, während sie/er gerade vor gefüllten Tellern sitzt, dürfte mit der dargebotenen Speise höchstwahrscheinlich nicht  glücklich sein. Im Restaurant beende ich in diesem Fall die Mahlzeit und gehe nie wieder an den Ort der unerfüllten Sehnsüchte. Im Krankenhaus steht einem diese Option leider in der Regel nicht offen (sofern man nicht in einer unbezahlbaren Privatklinik liegt): man ist quasi in die Kindheit zurück versetzt - gegessen wird, was auf den Tisch kommt, die Alternative ist HUNGER.

Diese Bilderserie dokumentiert meine Ernährung am 20. Jahrestag der Deutschen Einheit in dem in allen anderen Belangen ganz vorzüglichen Krankenhaus in der Mitte der Stadt. Über Qualität, Frische und Nährwert der Lebensmittel will ich nicht diskutieren, die sind bestimmt ohne Fehl und Tadel. Und mit den paar Euros pro Patient und Tag vier Mahlzeiten zu produzieren, ist sicherlich eine echte Herausforderung für den Koch. Aber, um den Sinn dieser langatmigen Einleitung zu erklären, nach ein paar Tagen Großküche schwelgen mein Zimmernachbar und ich während des Essens über Essen. Gutes Essen, ein anderes Essen, Abwechslung, Lust auf Schmackofatz. Die Hauptgerichte sind nicht einmal das Kernproblem. es sind die drei anderen Mahlzeiten, die die Sehnsucht wecken.
Ja, das ist unser Sonntagsbraten. Schweinenacken mit Bayrisch Kraut und Salzkartoffeln. Das angekündigte "frische Obst" stellt sich als Apfel heraus. Und nein: ich habe die Farben des Bildes NICHT manipuliert. 
Es sind die Randmahlzeiten:in ihrer Eintönigkeit, die uns zum Delirieren treiben: Morgens: Fleischwaren (Aufschnitt, Kochschinken, Mettwurst - alles ähnlich in Geschmack und Salzigkeit), der ewige Gummikäse. Die immer gleichen Sorten Honig und Marmelade aus dem Plastiknapf. Dazu Brot oder Brötchen. Kaffee und Kuchen am Nachmittag, lieb gemeint, lieb serviert. Was bekommt man? Die Karikatur eines Kuchens. Siehe unten... Um diese Jahreszeit wünsche ich mir ein Stück Zwetschgenkuchen, eine frische Apfeltorte, gerne auch einen Gugelhupf aus saftigem Rührteig. Für Kassenpatienten ist das nicht drin. Wäre es teurer, würde die Großküche selber backen statt Fertigzeugs zu kaufen?

Knusper, knusper, brösel, brösel. Kaffeezeit! Milch und Zucker nach Wunsch, Gebäck aus der Packung.

Das klassische deutsche Abendbrot: Mischbrot, Leberwurst, Schinken, Käse. Statt einem Bierchen (gehört auch nicht ins Spital, ich geb's zu) schlürfen wir Pfefferminztee. Willkommene Abwechslung: Die Nudelsuppe. Auf Butter oder Margarine hatte ich diesmal freiwillig verzichtet.
Am Abend bringen die Küchendamen und -herren dann eine Variation des Morgenangebots. Nur statt Mett- gibt es nun Leberwurst, Gurkenscheiben und Tomatenecken substituieren Marmelade und Honig, Schnittbrot (Schwarz-, Misch-, Weißbrot) ersetzt die Semmeln. Halleluja. Mein Mitpatient fing an, von Bratheringen und Bratkartoffeln zu reden, ich von Miesmuscheln in Weinsud. An dieser Stelle muss  ich aufhören, über Alternativen zu schreiben. Zu starker Speichelfluss ist schlecht für die Tastatur..

Nun gut, heute Abend gibt es nochmal das deutsche Abendbrot, morgen den überraschungsfreien Frühstücksteller. Das Mittagessen darf ich mir dann endlich wieder komplett selbst aussuchen. Denn am Vormittag werde ich aus meiner Nahrungsunmündigkeit entlassen. Mein armer Mitpatient muss weiter träumen.

Samstag, 2. Oktober 2010

Speisen á la carte in gesundender Umgebung

Ich bin für ein paar Tage nach Berlin-Mitte umgezogen. Wo andere Urlaub machen, Pubcrawls veranstalten und sich für die Clubnächte aufwärmen, dort wohne ich jetzt übergangsweise. Zugegebenerweise nicht ganz freiwillig. Mein Hotel mit Vollpension heißt St. Hedwig und ist ein katholisches Krankenhaus, gleich in der Nachbarschaft zum Hackeschen Markt und der Galerienmeile Auguststraße.

Die Verpflegung gibt dem Tag Struktur und ist dazu recht komfortabel: Frühstück um 7.30 Uhr, Mittag gegen 12, um 14.30 zwei Kekse und ne Tasse Brühkaffee. Klassisches deutsches Abendbrot zwischen ZDF-"heute" und Tagesschau. Mehrmals am Tag huschen überaus freundliche Damen ins Zimmer und fragen geduldig nach den werten Wünschen. Das Essen ist ganz angenehm. Sehr deutsch, durchaus schmackhaft, wenn auch mit Abstrichen. Nun, ich bin hier auch fürs gesund werden, nicht für einen Feinschmeckertrip auf Krankenkassenkosten. Kleine Kostprobe?

Hach, wie viel schöner wäre das Essen im Spital, wenn nicht diese doofen Sachen wären, die einen aufs Lager werfen.
Angeboten werden täglich drei Mittagessen zur Auswahl: Vollkost (seltsamerweise identisch mit Diabetikerversion), leichte Vollkost und Vegetarisch.  Der Donnerstag war ok. Putengulasch mit etwas zu weichem Brokkoligemüse, Fertigkartoffelpüree und etwas Erdbeerjoghurt aus dem Becher. Am Freitag lockte mich die Vegetarische Paprikaschote mit Reis und Tomatensalat. Dazu Krautsalat und als Nachtisch Apfelmus.

Ich liebe gefüllte Paprika - aber diesem Exemplar musste ich leider nach den ersten Bissen einen harschen Korb geben. Erstens war die Schote viel zu stark gegart - sie zerfiel beinahe von selbst zu rotem Brei -, zweitens konnte ich die Bestandteile der Füllung nicht abschließend identifizieren. Matschig-kremige Konsistenz mit einem diffusen Rübengeschmack. Was könnte das gewesen sein?  Vermutlich hätte ich besser das Rührei mit Rahmspinat genommen, meinem Bettnachbarn mundete es sichtlich. Gegenüber dem Gemüsegericht hätte ich auch noch knapp 350 Kalorien gespart.

Samstag ist hier offensichtlich Suppen- und Nudeltag. Suppe finde ja immer einen Gewinn, entschied mich gegen Kohlrabieintopf (waren das die Reste der Paprikafüllung?) sowie bunten Nudeln und wählte den deftigen Pichelsteiner Eintopf mit Karamellpudding. Überraschend lecker und laut Speiseplan nur 274 Kalorien. 

Noch ein Wort zu den Früh- und Spätmahlzeiten: Morgens gibt es Brötchen - so viel wie man möchte - aber mehr als zwei nehme ich nie, Wurst, Käse, Marmelade, Honig in reichlicher Menge. Fettreduzierte Butter oder Margarine stehen zur Auswahl. Abends fast das Gleiche. nur dass man Weiß-, Grau- oder Schwarzbrot haben kann. Oder alle drei. Heute gab es statt Gurkenscheiben und Tomatenecken einen richtigen Tomatensalat. Eine willkommene Abwechslung, und sehr erfrischend.

Am morgigen Sonntag steht - wer hätte es gedacht -  Braten auf der Karte: Schweinenacken mti Bayrisch Kraut, Salzkartoffeln und frischem Obst.Vollkommen überraschte mich der angegebene Brennwert: von nur 437 Kalorien.Die beiden Alternativen Hähnchenbrustfilet und Eier in Senfsoße verlieren vorab gegen das Schwein. Bin gespannt. Bild folgt.

Kulinarische Grüße vom Krankenlager!

Samstag, 18. September 2010

Atompolitik verdirbt mir gerade den Appetit

Schwarz-Gelb hat es geschafft: dieses Blog wird politisch. Statt mich auf die Suche nach grandiosen Restaurants zu begeben, ging ich heute auf die Berliner Anti-Atom-Demo und demonstrierte mit ungefähr 100.000 anderen gegen  die Atompolitik der Bundesregierung. Bin gespannt, ob die Lobbyistenhörigen in Regierung und Bundestag jetzt langsam darüber nachdenken, was sie eigentlich gerade aufs Spiel setzen.

Hier ein paar Impressionen vom Platz vor dem Hauptbahnhof (mit meiner alten Fujiknispe gefilmt). Die Demo war da schon eine Stunde unterwegs und immer noch warteten Tausende darauf, sich dem Zug zum Kanzleramt anzuschließen. Für Augenzeugenberichte empfehle ich Twitter.


video

Samstag, 11. September 2010

Hier wird geschnapselt

Whisky gehört hinter Gitter. Aber nur weil er teuer ist. Der beißt nicht.
Die Fussball-WM ist vor genau zwei Monaten zu Ende gegangen, am 11. Juli mit dem Sieg Spaniens über Holland. Aber nicht diese Ergebnis kostete mich heute die Kleinigkeit von 30 Euro für eine Flasche schottischen Singlemalt. Verloren hatte ich den schon am 23. Juni, an dem Tag als Deutschland 1:0 gegen Ghana gewann und damit den Sprung ins Achtelfinale schaffte.Ich Depp hatte nämlich gewettet, D würde sich noch in der Vorrunde aus dem Turnier verabschieden. In meiner Hybris hatte ich der Kollegin auch noch die Wahl des Wettgewinns überlassen - sie wünschte sich eine Flasche Ardbeg, 10 Jahre alt und teilte mir siegessicher auch gleich die Bezugsadresse mit. 
Big sind außer dem Whiskyangebot auch die marktschreierischen Schilder.
Heute gondelte ich also nach Britz - und landete in einem faszinierenden Schnapsladen. Bei dem reichlich doofen Namen "Big Market" und der biedermeierlichen Webseite hatte ich eine Art Ramschbude mit angeschlossener Whiskeyabteilung erwartet. Tatsächlich trat ich ein in ein Spirituosenparadies der Güteklasse A. Praktisch jeder waagrechte Fleck ist mit Flaschen zugestellt, mit ungefähr allen Whiskeys die dieser Planet aus seinen Poren herausdestilliert (GB, USA, IR, CAN, JP etc.), in allen Preisklassen - vom einfachen Blended bis zur Jahrzehnte alten Singlemalt-Rarität im vierstelligen Eurobereich. Beeindrucken auch die Auswahl an Cognac, Armagnac, Gin und natürlich Rum. 
Der Big Market, endlose
Regale voller Hochprozentigem
Dabei wurde wurde mir erst richtig bewusst, dass teuere Schnäpse und damit  die Whiskeytrinkerei offensichtlich ein bevorzugter Zeitvertreib älterer, gut situierter Männer ist. Die Bilder von den Verkostungen, die Herr Horn vom Big Market anbietet, zeigen jedenfalls vornehmlich ältere Semester mit gefüllten Gläsern zwischen Bergen von Hummer und Lachsparfait. Dazu passt auch das Ambiente aus abgewetzten Teppichen und dunklem Holz.

Nun bin ich noch nicht im gesetzten Alter, als besonders wohlhabend würde ich mich auch nicht bezeichnen. Aber so ein schönes Gläschen von dem Gerstenbrand schmeckt mir auch bisweilen. Ganz unter uns: während ich diese Zeilen in den Notebook tippe, nehme ich ab und zu einen Schluck von einem überaus torfigen, mit Aromen von Rauch, Karamel und Kirschen auftrumpfenden Talisker. Angeblich soll dieser Classic-Malt nach Seegras und Pfeffer schmecken, wovon ich aber noch nichts gemerkt habe. 

Wenn Flaschen lächeln könnten...
Diese würden es tun.
Den Talisker habe ich mir gleich selbst geschenkt, zum Trost, dass ich den Ardbeg am Montag herausrücken muss. War auch noch im Angebot beim Big Market. Kann man da widerstehen? Im Grunde bin ich also ganz froh über die verlorene Wette, warum sonst hätte ich nach Britz fahren sollen. Und die Kollegin wird mir ganz sicher auch einen Schluck von ihrem Gewinn zukommen lassen. Aber erst nach Arbeit ;-)

Buckower Damm 86
12349 Berlin
(auch mit Onlineshop)

Bus M44 ab S-Bahn Hermannstraße
Haltestelle Zimmererweg

Montag, 31. Mai 2010

Seelenfutter, oder: Das Glück kommt mit der geräucherten Bratwurst

Was ist eigentlich Glück? Zyniker behaupten: die Abwesenheit von Unglück und meinen damit das dahinströmende Leben ohne besondere Höhen und Tiefen. Dahinter steckt meines Erachtens eine recht traurige Haltung zum Leben. Wer so etwas ernsthaft meint, hat vergessen, wie es sich anfühlt, wenn die Glückshormone durch die Adern rollen, wenn auf einmal in den dunklen Winkeln unseres Gemüts die Sonne aufgeht und sich selbst der trübste Tag mit einem Mal mit hellem Licht erfüllt.

Gemüsesuppe

Der Auslöser kann ein ganz kleines Ereignis sein. Das Lächeln eines Fremden auf der Straße, eine gelungene Formulierung in einer Geschichte, die man sich aus der Tastatur quält. Oder etwas, das auf einmal eine lange verschüttete Erinnerung aufblitzen lässt - ein Ereignis, ein Ort, ein wunderbares Erlebnis, das längst vergessen war.

Bei mir waren es nicht die Madeleines, die mich in die Kindheit zurückversetzten, auch nicht die Ratatouille, die für eine überbordende Serotoninausschüttung sorgte und sich wie Balsam auf mein Gemüt legte. Es war die Kombination aus fränkischer Brotzeit, fränkischer Gemüsesuppe und fränkischem Bier und das alles praktisch vor unserer Haustür, am Neuköllner Weigandufer, keine 200 Meter entfernt vom Wildenbruchplatz an der Ecke zur Elbestraße.

Bis diesen Mai von mir unentdeckt, hat dort eine junge Truppe fränkisch-schwäbischer Herkunft eine kleine Kneipe aufgemacht - mit Gerichten und Getränken, die mir die Tränen des Glücks in die Augen treiben. Im Erika & Hilde gibt es nämlich feinste fränkische Importwaren:  Eine Brotzeit mit originaler geräucherter Bratwurst aus dem südlichen Mittelfranken (3,80 Euro, mit Käse statt Wurst 3 Euro, ebenso 3 Euro mit "verschiedenen Pasten").
fränkische Wurstbrotzeit

Wie früher zuhause. Ganz ehrlich. Wurst vom Dorfmetzger, dazu ein Schlag Kren, schön saftiges dick krustiges Mischbrot und Gurken. Zu trinken bestellte ich mir ein schönes Märzen von der Brauerei Strauß in Wettelsheim. Wer nie etwas anderes als gesichtslose Massenbiere getrunken hat, wird sich erst hineinschmecken müssen in dieses malzige vollmundige Gebräu. Bei bayrischem Bier denkt ja alle Welt erstmal an München. Wer weiß schon, dass Franken die größte Vielfalt an kleinen und kleinsten Brauereien hat - und damit natürlich wunderbarste Auswahl an wunderbarsten Bieren.

Das Erika & Hilde Kneipe in Neukölln

Dazu gibt es noch die herrlichste selbstgemachte Hausmannskost und hausgebackene Kuchen. Zur Brotzeit löffelte ich eine Gemüsesuppe aus feinster selbst gekochter Brühe. Wie bei der Oma im fränkischen Dorfwirtshaus, damals vor Äonen. Als ich die Köstlichkeiten serviert bekam, konnte ich erst gar fassen, dass das Wirklichkeit sein sollte, was da vor mir stand. Mehr will ich gar nicht verraten. Danach war ich nicht nur satt, sondern auch unendlich glücklich. Was brauch' ich Gold und Tand und große Autos ...

Beim erneuten Besuch hatten die Erikas und Hilden sich was Neues überlegt: Hausgemachte Maultaschen in Brühe! Ich bin zwar kein Schwabe, aber den gefüllten Nudelteig mag ich sehr gerne. Und wenn sie dann nicht den Standardgeschmack der Tütenware aus dem Kühlregal haben, ohne Holzhammeraromen und Konfektionswürzung - umso besser. Klasse!

Maultaschen in Brühe

Dazu nahm ich diesmal das Wettelsheimer Hell (2,50 Euro), ein paar Prozentchen leichter als das dunklere Märzen. Die Liebste, eher mit Kaffeelaune als mit Gelüsten auf Deftiges, bestellte die ebenfalls hausgemachte Buttercremetorte und dazu einen Cappuccino. Das Glas Wasser gibt es gratis dazu.


Ich merke das gar nicht, aber als wir gingen, meinte die Liebste nur, ich würde schon wieder total glücklich aussehen. Ja, das war ich auch nach diesem Kurzurlaub in Franken mit Blick auf auf den Neuköllner Schifffahrtskanal.

Unbedingt hingehen!
Erika & Hilde, fränkisch/schwäbische Eckgaststätte für alle.
Ecke Weigandufer/Elbestraße (Nähe Wildenbruchplatz)
12045 Berlin Neukölln

Achtung neue Öffnungszeiten ab 2013:

Mo-Do 11-1 Uhr, Sa 11-22 Uhr und So 11-20 Uhr (ohne Gewähr!)

Anfahrt: Bus 104/167, Haltestelle Wildenbruchplatz
Oder mit Bus 194 , Haltestelle Lohmühlenplatz und dann sieben Minuten Fußweg am Kanal Richtung Osten.

Dienstag, 25. Mai 2010

Es brät ein Bi-Ba-Burgermann in unserm Neuköllner Kiez herum...

Liebe Leser. Ich möchte euch heute einen ganz jungen, ganz neuen, ganz tollen... Hamburgerladen vorstellen.

"Himmel! Schon wieder ein Klopsebrater" höre ich euch schon schreien und fragen: "Kann es denn nicht mal was Frisches sein, was Gesundes, was Außergewöhnliches? Was mit ohne tote Tiere?"

Sag ich: ist frisch, der Burger. Nämlich frisch vom Grill, liebevoll mit dem behandschuhten Finger auf den richtigen Gargrad getestet, mit Gewürzen bestreut und geheimen Flüssigkeiten begossen. Gesund? Was so herrlich schmeckt, kann gar nicht ungesund sein. 190 Gramm Hackfleisch (90 Prozent gut abgehangenes Rind, ein Zehntel Lamm, täglich durchgedreht vom türkischen Metzger, das ganze auf einem angewärmten Fluffelbrötchen (aber nicht zuuuu fluffelig) und dann Radieschen, Rucola, Eisberg. Beim ersten Mal hatte ich Feldsalat auf meinem Hacksteak. Wenn das nicht außergewöhnlich ist. Dazu eine leichte Mayonaise  (mit Joghurt?), Zwiebelringe und  - ohne Aufpreis - auf Wunsch Jalapenos. Und echte Gurkenscheiben.

Schleck, schleck, schleck - sag ich. Und zahle liebend gern 3,70 Euro für dieses perfekt gebratene Schnellessen. Alles andere kostet mehr. Ist aber bestimmt sein Geld auch wert.  Wie auch die Kartoffelecken (neudeutsch "Wegdes", was auch nur dreieckig bedeutet) - gut durch, leicht knusprig, für 1,80 reicht es als Beilage für zwei. Dann kommt auch noch der Brater, reicht italienischen Traubenessig ("den müsst Ihr einfach auf den Wedges probieren,") Ketchup und Ersatzmayo. Das nenne ich Einsatz. Dazu gibt es echtes Spezi, schön süß, mit Rülpsfaktor.  Danach spannt der Bauch, Hunger sollte man also mitbringen.

Kein Wunder, dass ich heute beinahe wieder reingehuscht wäre. Denn das winzige Lokal mit seinen rohen Ziegelwänden, dem konservierten Stuck und den Höhlenmalereien liegt so günstig an der Bushaltestelle, an der ich mir abends gerne mal die Beine in den Bauch stehe. Dann kam der Bus. Glück gehabt. Oder Pech. Wie man es nimmt.

Was die Jungs da in der Pannierstraße/Ecke Sonnenallee, nicht weit vom Neuköllner Hermannplatz, vor gut drei Wochen gestartet haben, hat in dieser Gegend tatsächlich gefehlt: Das BBI (Berlin Burger International) ist eine 1a-Homemade-Burgerbude von exquisiter Qualität - wie man sie in dieser Stadt nicht so leicht findet. Kompliment! Und wer hat sie wieder als erstes entdeckt? Die Liebste mit ihrem Näschen für's Besondere.

BBI - Berlinburger International, Pannierstr. 5, 12047 Berlin
Geöffnet von 13-23 Uhr 
Fünf Minuten vom Hermannplatz. Bus: M41, M29, 171, 194


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Montag, 24. Mai 2010

In allem Häßlichen findest du auch das Schöne. Und Kaffee.

Nach einer nicht ganz Strapazen freien Woche schlug die Liebste einen entspannenden Ausflug ins Grüne vor - nach Berlin-Biesdorf. Ausgerechnet Biesdorf. Wetten, dass den meisten Berlinern nur eine U-Bahnstation der Linie 5, gräßliche vierspurige Ausfallstraßen und ein gesichtsloses Einkaufszentrum einfallen?


Doch umtost vom Autoverkehr, eingekeilt von B5, Blumberger Damm und S-Bahngleis liegt auf dem höchsten Punkt des Barnim das herzallerliebste Schloss Biesdorf. Ein spätklassizistisches Schmuckstück (innen hat der letzte Krieg alles Alte getilgt) mit einem wunderschönen Park. Außer uns wandelten fast nur Rentner über die frisch angelegten Wege unter den uralten Bäumen. Ein paar Damen aus der Gothic-Szene posierten für den Fotografen. Für morbide Gefühle fand ich die Szenerie aber nun wirklich zu lieblich.

Laut Berliner Zeitung soll der Park als einer der wenigen außerhalb Englands mit dem noch nicht so ehrwürdigen Green Flag Award ausgezeichnet worden sein. Die Webseite der britischen Gartenfreunde verschweigt dies bisher - sollte es eine Ente gewesen sein, danke ich der Berliner Zeitung dennoch für die Anregung. Von alleine wären wir vermutlich nicht nach Biesdorf gegondelt.

Wo ein Schloss, da auch ein Café - und in der Tat: zwei freundliche ältere Herrschaften bieten für wahrlich winziges Geld allerlei einfache Sachen an. Diese kann man in den Mensa ähnlichen Gasträumen einnehmen, bei gutem Wetter empfiehlt sich unbedingt die Terrasse mit Traumblick ins Grüne.

Die Verkaufstheke erinnerte ein wenig an den Kuchenstand bei der Kindergartentombola, Wasabi vermutete hinter der Marzipantorte auch eine industrielle Herkunft und nahm stattdessen den Apfelkuchen. Der war recht angenehm, der Kaffee ungewohnt deutsch, wie ich ihn nur noch bei Tagungen serviert bekomme.


Für 1,20 Euro das Stück Kuchen und 60 Cent (!) die Tasse ordentlicher Brühkaffee zahlten wir also sage und schreibe insgesamt 3,60. Kostenlos dazu gab es die wunderschöne Aussicht in den weitläufigen Landschaftsspark von der Balustraden gesäumten Terrasse. Weil's gar so schön war, gönnte ich mir noch einen Softdrink (90 Cent) und Wiener mit Senf und Toastbrot (1,20).
In Kombination mit Park und Ausblick  ist das nun wirklich unschlagbar. Nicht wahr!?


Deshalb mein Ausflugstipp: Schlosspark Biesdorf, Rundgang mit anschließender Einkehr ins Schlosscafé zu Würstchen und Brühkaffee. Täglich geöffnet, von ungefähr acht Uhr morgens bis ca. 16.30 Uhr. Manchmal auch länger. Auch für kleine Geldbeutel.

Anreise: U5, Haltestelle Elsterwerdaer Platz oder S5/75 Haltestelle Biesdorf und dann bequeme zehn Minuten zu Fuß.


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Freitag, 14. Mai 2010

Off Topic: Walter von La Roche ist tot

Sein Buch "Einführung in den praktischen Journalismus" begleitete meine ersten Schreibversuche bei der Lokalzeitung. An der Uni Leipzig lernte ich ihn dann persönlich kennen - als Dozent beim Uniradio mephisto 97,6 und als mein Prüfer beim mündlichen Examen in der Journalistik. Nur 2004 traf ich ihn noch einmal auf den Münchner Medientagen. Jetzt ist Walter von LaRoche tot. Ich werde ihn nicht vergessen.

Montag, 10. Mai 2010

Franken kommt nach Berlin

Herrlich. Gelbwurst, fränkische Brotzeit (wenn auch im Umfang reduziert, aber dafür gut), 70 Biersorten: Berlin hat mir in den vergangenen Wochen einen echten Heimatschock verpasst. Kaum zwei Kilometer auseinander gibt es eine neue Kneipe und einen Getränkeversorger, die mich mit Stoff aus dem Süden versorgen können. Wenn ich meinen leeren Kasten Weißenoher Helles zurückgebracht und vom vielversprechenden Laden mit dem urdeutschen Namen Frankenbier-Connection in der Reuterstraße (Neukölln) Nachschub geholt habe, schreib ich noch was dazu. "Erika und Hilde" (ohne Webseite, man stelle sich vor, Ecke Weigandufer/Elbestraße) werde ich bald auch die Ehre erweisen - und die gebührt ihnen wahrlich.