Mittwoch, 3. September 2008

Geschmacksverstärker

Es ist ja bekannt, dass man nicht nur mit Gutem, Wahrem, Schönem Werbung machen kann. Das ist in der Reklamewelt spätestens seit den umstrittenen Anzeigen von Benetton in den Neunzigern bekannt und kann heute in den Sportschau-Pausen wieder hervorragend anhand der Hornbach-Spots verfolgt werden. Und Kinder kriegt man ja auch gut mit soften Schock-Effekten rum. Aber ob das, was sich Aldi da gerade ins Regal gehievt hat, wirklich zu seinen Adressaten findet?



Wohl nicht, denn sonst würden die Kartons nicht seit Ewigkeiten im Grabbelregal lümmeln. Dabei hatte die nette Person, welche die produktgewordene Tragödie beschriften musste, sich noch bemüht, wenigstens den männlichen Teil der potenziellen Käuferschaft zu ködern, indem sie versuchte, Assoziationen mit englischen Bierlokalen zu wecken.

Ich hatte dann auch nicht mehr den Mut, den Inhalt zu verkosten. Man möchte ja nicht vier Euro rauswerfen, um dann festzustellen, dass das, was draufsteht, auch noch drin ist. Und: Was so riecht, wie mag das wohl schmecken?

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