In Berlin-Mitte gibt es ein paar wunderbare Ecken, die es offenbar
nicht in die hippen Reiseführer geschafft haben.
Der historische Hafen am Märkischen Ufer dürfte dazu gehören. Anders kann
ich mir es nicht erklären, dass sich dort an einem herrlichen
Augusttag wie heute kaum eine Handvoll Touristen verliert.
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Eingang zum Historischen Hafen an der Spree |
Umso besser, denn so hatten wir heute das Café Deckshaus fast für
uns alleine. Ich nenne die Lokalität immer „das Schiff“. Denn
das Café befindet sich in und auf einem alten Heckradschlepper, dem man den früheren Einsatzzweck noch immer ansieht. Von
Deck aus hat man eine herrlichen Blick zur
Mühlendammschleuse und
Fischerinsel mit den
Spitzen der Nikolaikirche im Hintergrund. Auch
an warmen Tagen wie heute weht ein erfrischender Wind über die
Spree. Die Luft riecht angenehm nach Flusswasser, vermischt, mit dem
Duft der alten Schiffe am Kai.
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Mühlendammschleuse - im Hintergrund die Nikolaikirche. Im Vordergrund jede Menge Schiffszubehör. |
Und weil Mittag war und wir Hunger hatten, bestellten wir auch
einen Imbiss aus der recht überschaubaren Karte. Nun gibt es
Gaststätten, die ich nicht unbedingt wegen des guten Essens besuche.
Die haben andere Qualitäten und dazu gehört auch das Schiff im
alten Hafen mit seiner immer freundlichen Bedienung und gut gezapften Getränken. Es gibt
Bauernfrühstück. Oder Schnitzel, Matjesheringe und Bouletten –
wahlweise mit Kartoffelsalat oder mit Bratkartoffeln.
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Eine Currywurst bleibt eine Currywurst. Auch mit Brot und Salat. |
Ich nahm eine Currywurst mit Hausmachersoße (4,90 Euro), den
grünen Salat behielt ich, den Mayonaisekartoffelsalat dagegen ließ
ich durch zwei Butterstullen ersetzen. Was für die freundliche
Bedienung auch überhaupt kein Problem war. Zu sagen gibt es nicht
viel: es war halt eine Currywurst.
Auch wenn hier in Berlin ein ziemliches Gewese um diese Wurst gemacht wird – sie ist ein
einfaches Imbissgericht und das sollte sie auch bleiben. Mein
Begleiter T. nahm den Sahnehering (8,80 Euro) und war zufrieden. Dazu tranken wir Apfelschorle (3,40 Euro für 0,4l), T. bestellte zum
Abschluss noch einen ordentlichen Milchkaffe (2,80 Euro), bevor wir
kurz nach Alice Schwarzer zufrieden und entspannt das Café Deckhaus
verließen.
Fazit
Tolle Aussicht auf Spree und Berlin-Mitte, gepflegte Getränke,
Imbissgelegenheiten zum fairen Preis und viel Ruhe.
Cafe´Bistro Deckshaus
Märkisches Ufer 1z
10179 Berlin
Webseite: www.deckshaus.de
1 Kommentar:
Also wir sind öfters im Deckshaus und leider wissen inzwischen auch die Touristen von diesem Ort.... Bei schönen Wetter ist es aus mit der Ruhe...
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